
DE | FR
Klavierunterricht Bern – individuell Klavier spielen lernen
Klassischer Klavierunterricht mit Noten oder freies Spielen nach Gehör und Akkorden – mit Klavierlehrer Kurt Wieland in Bern-Länggasse, abgestimmt auf deine musikalischen Interessen und Ziele.

Ein Klavierunterricht, der zu dir passt
Im Klavierunterricht Bern stehen deine musikalischen Interessen, deine Vorkenntnisse und deine persönlichen Ziele im Mittelpunkt. Manche Schülerinnen und Schüler beginnen ganz neu, andere haben bereits mehrere Jahre Klavier gespielt oder möchten nach einer längeren Pause wieder einsteigen.
Der Unterricht kann dabei unterschiedliche Wege einschlagen. Beim klassischen Klavierspiel mit Noten stehen das Lesen einer Partitur, eine gute Spieltechnik und die schrittweise Erarbeitung von Klavierstücken im Vordergrund. Daneben kannst du lernen, nach Gehör und mit Akkorden zu spielen, Melodien zu harmonisieren und eigene Begleitungen zu entwickeln.
Beide Formen lassen sich miteinander verbinden. Auch beim Spielen nach Noten beschäftigen wir uns mit Tonarten, Dur- und Moll-Akkorden und harmonischen Zusammenhängen. Umgekehrt gehören beim freien Klavierspiel technische Grundlagen wie Tonleitern und Fingerübungen dazu. Je nach deinen Interessen können wir deshalb unterschiedliche Schwerpunkte setzen und im Laufe des Unterrichts auch zwischen den beiden Zugängen wechseln.

Klavierspielen mit Noten
Die ersten Schritte am Klavier
Wer klassisch mit dem Klavierspielen beginnt, lernt Schritt für Schritt die Grundlagen des Instruments kennen. Dazu gehören das Notenlesen, z. B. mit Stücken aus Béla Bartóks Mikrokosmos, die Orientierung auf der Tastatur, einfache Tonleitern und Fingerübungen sowie die ersten Klavierstücke. Von Anfang an achten wir auch auf eine gute Spielhaltung: eine möglichst waagerechte Handstellung, natürlich gekrümmte Finger und eine aufrechte, entspannte Sitzposition bilden eine wichtige Grundlage für die weitere pianistische Entwicklung.
Für einen systematischen Aufbau können wir im Klavierunterricht Bern mit einer Klavierschule arbeiten. Lehrwerke von Michael Aaron oder Hans-Günter Heumann führen in überschaubaren Schritten von einfachen Übungen zu zunehmend anspruchsvolleren Stücken. Als Klavierlehrer spiele ich neue Melodien zunächst vor oder erarbeite sie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Abschnitt für Abschnitt. Dabei zeige ich Fingersätze, erkläre neue Noten und Rhythmen und helfe bei Stellen, die noch Schwierigkeiten bereiten. Nach und nach können die Schülerinnen und Schüler die Stücke immer selbstständiger spielen.
Gerade für Kinder ist es motivierend, den eigenen Fortschritt im Buch mitzuverfolgen. Ist ein Stück gut erarbeitet und vorgespielt, darf das Kind einen farbigen Kleber auswählen und neben das Stück kleben. Einzelne Stücke werden auch auswendig gelernt.
Neben einer Klavierschule – die im Unterricht nicht zwingend verwendet werden muss – können wir von Anfang an Stücke auswählen, die dem Spielniveau und den musikalischen Interessen der Schülerin oder des Schülers entsprechen. einfache Menuette von Mozart bereits früh einen unmittelbaren Zugang zur klassischen Musik ermöglichen.
Musiktheorie von Anfang an praktisch kennenlernen
Auch beim klassischen Klavierunterricht geht es nicht nur darum, die richtigen Tasten im richtigen Moment zu spielen. An den Stücken zeige ich den Schülerinnen und Schülern musikalische Zusammenhänge, die sie unmittelbar am Klavier hören und ausprobieren können: Was unterscheidet einen Dur- von einem Moll-Akkord? In welcher Tonart steht ein Stück? Welche Dreiklänge kommen darin vor?

In Klavierschulen fliessen zudem Elemente der Musiktheorie und Musikgeschichte ein. Musikalische Formen wie Kanon oder Sonate werden dadurch nicht nur gespielt, sondern auch erklärt und in einen grösseren musikalischen Zusammenhang eingeordnet. Theorie und praktisches Klavierspiel entwickeln sich so gemeinsam weiter.
Technik, Ausdruck und musikalische Gestaltung weiterentwickeln
Mit zunehmender Spielerfahrung erweitert sich das Repertoire, und die Schülerinnen und Schüler können sich im Klavierunterricht Bern anspruchsvolleren Werken widmen. Dann können etwa Sonaten von Scarlatti, Stücke aus Bachs Wohltemperiertem Klavier, Beethovens Für Elise oder später die Mondscheinsonate, Menuette und Sonaten von Mozart, Debussys Arabesque oder Lyrische Stücke von Grieg hinzukommen. Auch Werke von Mendelssohn und Frédéric Chopin können Teil des Repertoires sein. Chopins Walzer, Préludes und insbesondere seine Etüden verbinden technische Herausforderungen mit einer ausdrucksstarken romantischen Klangsprache. Elegante Melodien, charakteristische Begleitfiguren und farbige Harmonien machen seine Klaviermusik besonders reizvoll. Ebenso können moderne und zeitgenössische Stücke gespielt werden, beispielsweise Giorni dispari von Ludovico Einaudi. Entscheidend ist nicht ein festgelegter Lehrplan, sondern eine Auswahl von Stücken, die zur jeweiligen Spielstufe passen und gerne gespielt werden.
Bei anspruchsvolleren Stücken gewinnt neben dem sicheren Lesen und Erarbeiten der Noten die Spieltechnik an Bedeutung. Gemeinsam suchen wir einen sinnvollen Fingersatz, mit dem sich schwierige Passagen möglichst geläufig und entspannt spielen lassen. Für den systematischen Aufbau der Fingertechnik können auch Etüden von Carl Czerny eingesetzt werden. Viele dieser Übungsstücke sind klar aufgebaut und konzentrieren sich auf bestimmte technische Aufgaben, beispielsweise gleichmässige Fingerbewegungen, Läufe oder unterschiedliche Bewegungsabläufe beider Hände. Je nach Stück und technischem Schwerpunkt zeige ich zudem passende Fingerübungen und Tonleitern oder wir nehmen einzelne Passagen heraus und üben sie gezielt. Technische Übungen sind dabei kein Selbstzweck: Was wir an einer Etüde, einer Tonleiter oder einer einzelnen Passage erarbeiten, soll schliesslich dazu beitragen, die Musik sicherer, freier und ausdrucksvoller spielen zu können.
Gleichzeitig rückt der musikalische Ausdruck stärker in den Vordergrund. Im Unterricht arbeiten wir daran, wie Dynamik, Phrasierung, Artikulation, Tempo und Anschlag den Charakter eines Stückes verändern. Ich kann unterschiedliche Möglichkeiten vorspielen, die wir miteinander vergleichen. Daraus entwickelt die Schülerin oder der Schüler nach und nach eine eigene musikalische Vorstellung und Interpretation.
Die Auswahl der Stücke entsteht im Austausch. Schülerinnen und Schüler bringen Musik, die sie gerne spielen möchten, in den Klavierunterricht Bern mit, und ich schlage Werke vor, die zu ihrem aktuellen Können passen oder neue technische und musikalische Herausforderungen bieten. So entwickelt sich das Repertoire gemeinsam mit den Fähigkeiten und den persönlichen musikalischen Interessen weiter.

Klavierspielen ohne Noten – nach Gehör und Akkorden
Neben dem klassischen Klavierspiel mit Noten gibt es im Klavierunterricht Bern einen zweiten Weg: Musik kann auch nach Gehör und auf der Grundlage von Akkorden und Harmonielehre erarbeitet werden. Statt einer vollständig ausgeschriebenen Partitur stehen dabei die Melodie, die zugrunde liegenden Harmonien und deren Umsetzung auf dem Klavier im Mittelpunkt.
Am Anfang lernen wir, Dur- und Moll-Akkorde sicher zu bilden und auf der Tastatur wiederzufinden. Ich zeige ihren Aufbau und spiele einfache Akkordfolgen vor, die wir gemeinsam am Klavier umsetzen. Nach und nach kommen Umkehrungen und weitere harmonische Zusammenhänge hinzu. Dabei entwickeln die Schülerinnen und Schüler zunehmend ein Gefühl dafür, welche Harmonien zu einer Melodie passen und wie Bass, Akkorde, Rhythmus und Melodie zusammenspielen.

Das Gehör spielt bei dieser Arbeitsweise eine wichtige Rolle. Wir hören Melodien und Akkordfolgen, suchen die entsprechenden Töne auf dem Klavier und versuchen, musikalische Zusammenhänge nicht nur theoretisch zu verstehen, sondern auch klanglich wahrzunehmen. Kenntnisse der Harmonielehre helfen dabei, das Gehörte einzuordnen und zunehmend selbstständig auf dem Instrument umzusetzen.
Melodie, Akkorde und Begleitung verbinden
Ein guter Einstieg in das Klavierspielen ohne vollständig ausgeschriebene Noten besteht darin, eine Melodie mit passenden Akkorden zu verbinden. Als Klavierlehrer kann ich die Melodie zunächst vorspielen; anschliessend suchen wir sie gemeinsam nach Gehör auf der Tastatur und üben sie Abschnitt für Abschnitt ein. Sobald die Melodie sicherer wird, kommen mit der linken Hand einfache Dur- und Moll-Akkorde hinzu. Dabei zeige ich, welche Akkorde sich zur Begleitung der Melodie eignen und wie sich die Wechsel zwischen den Harmonien auf dem Klavier umsetzen lassen.
Mit zunehmender Erfahrung kommen Akkordumkehrungen und weitere harmonische Möglichkeiten hinzu. Ich zeige verschiedene Varianten, wie die Begleitung auf beide Hände verteilt werden kann. Die linke Hand kann beispielsweise den Bass und rhythmische Elemente übernehmen, während die rechte Hand Melodie und Harmonietöne miteinander verbindet. So entsteht nach und nach ein vollständigeres Arrangement, bei dem Bass, Harmonie, Melodie und Rhythmus gleichzeitig zusammenspielen.
Diese Art des Spielens eignet sich besonders gut für Popmusik. Stücke von Elton John wie Your Song oder Blue Eyes können beispielsweise dazu dienen, Bass, Begleitung, Harmonien und Melodie zu einem klangvollen Gesamtarrangement zu verbinden.
Theorie und Praxis werden im Klavierunterricht Bern unmittelbar miteinander verbunden. Neue Akkorde und harmonische Zusammenhänge lernen wir direkt an den Musikstücken kennen, hören ihren Klang und setzen sie am Klavier ein. So entwickelt sich Schritt für Schritt ein praktisches Verständnis dafür, wie Musik harmonisch aufgebaut ist und wie sich aus einer Melodie und ihren Akkorden ein eigenes Klavierarrangement entwickeln lässt.
Mit notierter Melodie und Akkordsymbolen spielen
Lieblingssongs können auch mit einer notierten Melodie und Akkordsymbolen einstudiert werden. Die Melodie gibt dabei die Töne und den Rhythmus vor, während die Akkordsymbole zeigen, welche Harmonien zur Begleitung gehören. Anders als bei vollständig ausgeschriebenen Klaviernoten wird die Begleitung aus den angegebenen Akkorden selbst entwickelt.

Zu Beginn kann die linke Hand einfache Akkorde oder einzelne Basstöne spielen. Ich zeige, wie sich aus den Akkordsymbolen eine passende Begleitung entwickeln lässt und welche Möglichkeiten sich für die Verteilung der Töne ergeben. Später kommen Umkehrungen, rhythmische Begleitmuster und weitere Akkordtöne hinzu. Je nach Stück können die Harmonien auch auf beide Hände verteilt und mit der Melodie verbunden werden. So entsteht aus einer vergleichsweise einfachen Vorlage nach und nach ein eigenes Klavierarrangement.
Diese Arbeitsweise verbindet Notenlesen, Harmonielehre und freies Gestalten. Die Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur, was auf dem Blatt steht, sondern auch, welche musikalischen Möglichkeiten sich aus den angegebenen Akkorden ergeben. Gleichzeitig bleibt genügend Freiraum, die Begleitung dem eigenen Können und dem Charakter des Stückes anzupassen.

Jazz-Harmonik mit erweiterten Akkorden
Wer die grundlegenden Dur- und Moll-Akkorde sicher beherrscht, kann die Harmonien schrittweise erweitern. Zu den Dreiklängen kommen Vier- und Fünfklänge sowie Akkorde mit zusätzlichen Tönen. Septimen, grosse Septimen, Nonen und weitere Erweiterungen verändern die Klangfarbe und eröffnen neue Möglichkeiten, einen Akkord auf dem Klavier zu gestalten.

Gerade im Jazz spielen solche erweiterten Akkorde eine wichtige Rolle. Dabei geht es nicht nur darum, neue Akkordbezeichnungen zu lernen. Im Klavierunterricht Bern lernen wir unterschiedliche Akkorde und Voicings, vergleichen ihren Klang und betrachten ihren Aufbau. Anschliessend probieren wir verschiedene Möglichkeiten aus, die einzelnen Töne auf beide Hände zu verteilen. Auch Umkehrungen und eine geschickte Stimmführung helfen dabei, dass die Übergänge zwischen den Akkorden fliessend klingen.
Jazz-Standards wie Autumn Leaves oder Take the A-Train eignen sich gut, um Akkordfolgen, Septakkorde und unterschiedliche Begleitmöglichkeiten kennenzulernen. Bei harmonisch anspruchsvolleren Stücken wie John Coltranes Aisha können wir im Klavierunterricht Bern untersuchen, wie komplexere Akkorde aufgebaut sind und wie Bass, Harmonie, Melodie und Rhythmus miteinander verbunden werden. Dabei kann ich einzelne Stimmen oder Akkorde zunächst vorspielen und zeigen, wie sich die verschiedenen musikalischen Aufgaben auf beide Hände und einzelne Finger verteilen lassen.

Auf diese Weise entwickelt sich die Harmonielehre direkt aus der Musik heraus. Neue Akkorde werden nicht isoliert gelernt, sondern an konkreten Stücken gehört, verstanden und auf dem Klavier eingesetzt. Mit wachsender Erfahrung entsteht ein immer grösseres harmonisches Repertoire, das sich auch auf Pop, Filmmusik und andere Stilrichtungen übertragen lässt.

Klavierspielen mit und ohne Noten verbinden
Klavierspielen mit und ohne Noten sind im Klavierunterricht Bern keine voneinander abgeschlossenen Bereiche. Auch beim freien Spielen können Tonleitern und Fingerübungen sinnvoll sein, wenn sie die Spieltechnik verbessern oder auf ein bestimmtes Stück vorbereiten. Umgekehrt helfen die beim Spielen nach Noten erworbenen Kenntnisse über Tonarten, Dreiklänge und harmonische Zusammenhänge beim freien Spiel.
Bei Stücken, die harmonisch oder formal besonders interessant sind, können wir einen genaueren Blick auf die Partitur werfen. Wir untersuchen beispielsweise die Tonart, die musikalische Form, die verwendeten Akkorde und ihre Verbindungen untereinander. Besonders bei Werken von J. S. Bach kann es spannend sein, Akkordfolgen genauer unter die Lupe zu nehmen und zu verfolgen, wie sie sich im Verlauf des Stückes entwickeln. Was wir dabei über den Aufbau der Musik erkennen, lässt sich wiederum beim Spielen nach Gehör und beim Entwickeln eigener Begleitungen einsetzen.
Auch klassische Musik lässt sich gelegentlich über das Gehör erarbeiten. Als Klavierlehrer kann ich beispielsweise ein Präludium von J. S. Bach oder eine Passage aus Beethovens Mondscheinsonate Schritt für Schritt vorspielen. Die Schülerin oder der Schüler hört zu, sucht die Töne und Bewegungsabläufe auf dem Klavier und setzt das Gehörte nach und nach selbst um. Auf diese Weise können sich klassisches Klavierspiel, Gehörbildung, Harmonielehre und technische Arbeit immer wieder gegenseitig ergänzen.

Richtig Klavier üben – so werden Fortschritte hörbar
Im Klavierunterricht Bern geht es nicht nur darum, neue Stücke, Spieltechniken und musikalische Zusammenhänge kennenzulernen. Ebenso wichtig ist die Frage, wie zu Hause sinnvoll geübt werden kann. Ein grosser Teil des Fortschritts entsteht schliesslich zwischen den Unterrichtsstunden.
Dabei kommt es nicht nur darauf an, wie lange man am Klavier sitzt. Entscheidend ist vor allem, wie man übt. Regelmässiges Üben, ein angemessenes Tempo und die Konzentration auf einzelne Stellen führen häufig schneller zum Ziel als das wiederholte Durchspielen eines ganzen Stücks. Die folgenden Grundsätze eignen sich für Anfänger ebenso wie für fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler.
Regelmässig üben

Für die meisten Lernenden ist es sinnvoller, mehrmals pro Woche für eine überschaubare Zeit zu üben als einmal sehr lange. Dabei muss nicht jede Übeeinheit gleich lang sein. An einem Tag sind es vielleicht nur einige Minuten, an einem anderen bleibt mehr Zeit für das Klavier.
Wichtiger als ein starrer Zeitplan ist eine gewisse Regelmässigkeit. Hilfreich ist ein Platz im Tagesablauf, an dem möglichst wenig Ablenkung besteht. So wird das Klavierspielen allmählich zur Gewohnheit und das in der Unterrichtsstunde Gelernte bleibt präsent.
Langsam und kontrolliert üben

Ein schwieriges Stück wird nicht unbedingt schneller gelernt, wenn es von Anfang an schnell gespielt wird. Gerade bei neuen Bewegungsabläufen lohnt es sich, das Tempo zunächst so weit zu reduzieren, dass Noten, Fingersätze und Rhythmus sicher zusammenspielen.
Erst wenn eine Passage kontrolliert funktioniert, wird das Tempo schrittweise erhöht. Ein Metronom kann dabei helfen. Langsames Üben ist deshalb kein Umweg, sondern oft der schnellste Weg zu einem sicheren Spiel.
Schwierige Stellen in kleinen Abschnitten üben

Statt ein Stück immer wieder von Anfang bis Ende durchzuspielen, lohnt es sich, schwierige Stellen herauszugreifen. Manchmal genügen zwei Takte oder sogar wenige einzelne Töne.
Diese kurzen Abschnitte können mehrmals konzentriert wiederholt und anschliessend mit den benachbarten Takten verbunden werden. So lassen sich Fehler gezielt korrigieren, bevor sie sich durch häufiges Wiederholen einprägen.
Auf Fingersatz, Rhythmus und musikalische Gestaltung achten

Beim Üben geht es nicht nur darum, die richtigen Töne zu treffen. Auch Fingersatz, Rhythmus, Artikulation, Dynamik und Pedal gehören von Anfang an zum Stück.
Dabei lohnt es sich, dem eigenen Spiel aufmerksam zuzuhören: Ist der Rhythmus gleichmässig? Sind Melodie und Begleitung gut ausbalanciert? Werden laute und leise Stellen tatsächlich unterschiedlich gespielt? Je genauer man zuhört, desto eher wird aus einer richtigen Tonfolge Musik.
Musikalische Abschnitte erkennen und verbinden

Musik besteht nicht aus einer endlosen Folge einzelner Töne. Melodien bilden Motive, Phrasen und grössere musikalische Abschnitte. Wer diese Zusammenhänge erkennt, kann ein Stück leichter lernen und musikalischer gestalten.
Deshalb können wir einen Abschnitt zunächst einzeln erarbeiten und später mit dem vorhergehenden und folgenden Teil verbinden. Auch unterschiedliche Spielweisen – beispielsweise legato und staccato oder verschiedene dynamische Abstufungen – können bewusst einzeln geübt werden.
Geduld haben und sich Zeit nehmen

Nicht jede Schwierigkeit lässt sich in einer einzigen Übeeinheit lösen. Manche Bewegungsabläufe müssen wiederholt werden, bis sie selbstverständlich werden. Auch nach einer Pause oder über Nacht kann eine Stelle plötzlich besser funktionieren als am Vortag.
Deshalb gehört Geduld zum Klavierlernen. Kleine Fortschritte summieren sich mit der Zeit. Entscheidend ist nicht, dass jedes Stück möglichst schnell fertig wird, sondern dass sich Technik, musikalisches Verständnis und Sicherheit Schritt für Schritt entwickeln.
Zuhören, korrigieren und wiederholen
Beim wirkungsvollen Üben wiederholt man eine Stelle nicht einfach möglichst oft. Nach jedem Versuch lohnt sich die Frage: Was hat bereits gut funktioniert und was möchte ich beim nächsten Mal verändern?
So entsteht ein einfacher Kreislauf: spielen – zuhören – korrigieren – nochmals spielen. Mit der Zeit lernen Schülerinnen und Schüler, Schwierigkeiten zunehmend selbst zu erkennen und gezielt daran zu arbeiten. Das Üben wird damit nicht nur effizienter, sondern zu einem wichtigen Teil des eigenen Musizierens.
Im Klavierunterricht Bern können wir gemeinsam herausfinden, welche Übemethoden bei einem bestimmten Stück oder einer technischen Schwierigkeit am besten funktionieren. Regelmässigkeit ist dabei wichtiger als Perfektion. Wer aufmerksam übt, sich genügend Zeit gibt und die Freude am Klang behält, schafft eine gute Grundlage dafür, am Klavier langfristig Fortschritte zu machen.
FAQ Klavierunterricht Bern
Welche Vorkenntnisse brauche ich?
Keine. Der Klavierunterricht eignet sich für Anfänger ebenso wie für Fortgeschrittene. Wir beginnen dort, wo du musikalisch und technisch gerade stehst, und bauen die nächsten Schritte darauf auf.
Ab welchem Alter können Kinder mit dem Klavierunterricht beginnen?
Kinder können mit dem Klavierunterricht beginnen, sobald sie Interesse am Instrument zeigen und sich etwa eine halbe Stunde auf den Unterricht konzentrieren können. Meist ist dies ab etwa 6 bis 7 Jahren möglich.
Gerade bei jüngeren Kindern können Eltern während der Klavierstunde dabei sein. Wichtig ist eine ruhige und ungestörte Lernatmosphäre. Bei Bedarf steht ein zweites Zimmer zur Verfügung, in das sich Eltern – insbesondere mit weiteren Kindern – zurückziehen können.
Kann ich auch mit 40, 50 oder später mit dem Klavierspielen anfangen?
Ja. Ein Einstieg ins Klavierspielen ist in jedem Alter möglich. Erwachsene bringen häufig klare musikalische Wünsche mit und können ihr Lerntempo selbst bestimmen. Auch ein Wiedereinstieg nach einer längeren Pause ist jederzeit möglich.
Brauche ich ein eigenes Klavier?
Ein eigenes akustisches Klavier ist ideal. Auch ein Digitalpiano mit 76 oder 88 Tasten eignet sich gut, damit du zwischen den Unterrichtsstunden regelmässig üben kannst. Für den Einstieg kann auch ein Keyboard mit 61 Tasten geeignet sein. Ein akustisches Klavier sollte möglichst gut gestimmt sein, damit du dich beim Üben an einen sauberen Klang gewöhnst und mit Freude spielen kannst.
Kann ich mein Klavier auch von dir stimmen lassen?
Ja. Neben dem Klavierunterricht bin ich auch als Klavierstimmer tätig und stimme Klaviere und Flügel in Bern und weiteren Regionen. Weitere Informationen findest du auf meiner Seite Klavierstimmen Bern.
In welchen Sprachen ist der Klavierunterricht möglich?
Der Unterricht kann auf Deutsch, Französisch oder Englisch stattfinden – auf Wunsch auch auf Italienisch oder Spanisch.
Wie oft sollte ich Klavier üben?
Regelmässiges Üben ist wichtiger als besonders lange Übungseinheiten. Für viele Schülerinnen und Schüler sind kürzere, regelmässige Übeeinheiten sinnvoller als langes, aber seltenes Üben. Dauer und Umfang können an Alter, Spielniveau und persönliche Ziele angepasst werden.
Kann ich eigene Musikwünsche und Klavierstücke in den Unterricht mitbringen?
Ja. Eigene Musikwünsche sind ausdrücklich willkommen. Du kannst Noten von Klavierstücken mitbringen, die du gerne spielen möchtest. Auf Wunsch suche ich auch passende Stücke nach deinem Musikgeschmack und deinem Spielniveau aus.
Bei modernen Songs können wir zudem mit Liedtext und Akkorden arbeiten und daraus Melodie und Begleitung aufs Klavier übertragen. So lassen sich auch Songs von Lieblingsgruppen oder Lieblingsinterpreten in den Unterricht einbeziehen.
Müssen Kinder zwischen den Klavierstunden zu Hause üben?
Ja. Regelmässiges Üben zu Hause hilft Kindern, das Gelernte zu festigen und Schritt für Schritt weiterzukommen. Besonders bei jüngeren Schülerinnen und Schülern arbeiten wir häufig mit einer Klavierschule. In einem Aufgabenbüchlein halten wir fest, was bis zur nächsten Klavierstunde geübt werden soll.
Gibt es auch Klavierunterricht während der Schulferien?
Ja. Während der Schulferien sind auch intensivere Klavierkurse möglich. Sie eignen sich beispielsweise, um ein bestimmtes Stück zu erarbeiten, technische Fertigkeiten zu vertiefen oder während der Ferien konzentriert Fortschritte zu machen.
Kann ich den Klavierlehrer vor dem ersten Unterricht kennenlernen?
Ja, das ist problemlos möglich. Bei einem ersten Kennenlernen können wir deine musikalischen Wünsche, Vorkenntnisse und Ziele besprechen und gemeinsam schauen, wie der Klavierunterricht gestaltet werden kann. So erhältst du bereits vor der ersten Klavierstunde einen persönlichen Eindruck.
Klavierunterricht in Bern kennenlernen
Du suchst einen Klavierlehrer in Bern, möchtest selbst mit dem Klavierspielen beginnen, nach einer Pause wieder einsteigen oder suchst Klavierunterricht für dein Kind? Gerne besprechen wir deine musikalischen Wünsche, Vorkenntnisse und Ziele.
